BARBARA ANNA HAMM
ÜBERSICHT

Die Anzahl der Websites, die allein in Deutschland Social Networking anbieten, ist kaum noch zählbar. Vermutlich sind es zwischen 100 und 200, wenn man Angebote rund um Dating, Foto- und Video-Sharing mitzählt, noch weitaus mehr*. Laut IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) zählen mit SchülerVZ, StudiVZ, Wer-Kennt-Wen, MeinVZ, Lokalisten und MySpace Deutschland sechs Social Networks zu den zehn reichweitenstärksten Internet-Angeboten in Deutschland, gemessen an der Gesamtzahl der PageImpressions im Juli 2008. Warum ist diesen Angeboten der Durchbruch gelungen und den vielen anderen nicht? Warum explodieren bei anscheinend ähnlichen Konzepten und Maßnahmen die Reichweiten der einen sozialen Netzwerke und die der anderen nicht? Welche Umstände, Faktoren und Arbeitsschritte führen zum Erfolg?

 

* Listen Sozialer Netzwerke sind zum Beispiel bei Mister Wong, Netzwertig, Seitwert und Fudder zu finden.

Delphi-Analyse
Zur Ermittlung dieser „Erfolgsfaktoren für soziale Netzwerke im Internet“ wurde als Vor-Studie eine sogenannte Delphi-Analyse durchgeführt, um die möglichen Faktoren zu ermitteln, zu ergänzen und zu priorisieren.

 

Experten-Interviews
Als zweite Studie wurden 2008 Experten-Interviews mit den Betreibern der 15 reich- weitenstärksten Social Networks in Deutschland durchgeführt, um zu ermitteln, welche Kommunikationsmaßnahmen ergriffen wurden und welche Wirkung diese auf das Reichweitenwachstum hatten.

 

Fall-Analysen
Als dritte empirische Untersuchung sind für das Frühjahr 2010 Fallstudien geplant. Die Methode der Fallstudie ist vor allem dann sehr gut geeignet, Zusammenhänge tiefgreifend, genau und spezifisch zu analysieren, wenn es sich um ein neues Forschungsthema handelt und noch keine quantitativ-empirisch abgesicherten Kenntnisse vorliegen. Sie kann erste Ansätze der Theoriebildung zu diesem Forschungsthema liefern.